Behebung akuter Schäden

Der Klassiker - das Bild ist von der Wand gefallen.

Die Restaurierung soll die durch Schäden, Alterung oder andere Ursachen in ihrer Lesbarkeit beeinträchtigte Aussage von Kunstwerken wieder erfahrbar machen. Die inhaltliche und formale Aussage eines Objektes wird in angemessener Weise wiederhergestellt. So zum Beispiel der „Klassiker“ in der Restaurierungspraxis: die Reparatur eines Leinwandrisses, der entstand, als das Aufhängeseil gerissen ist. Die Behebung eines lokalen Schadens ist jedoch nicht ohne eine Beurteilung des gesamten Bildes möglich.

 

Entfernen einer alten Doublierleinwand

Verbessern alter Restaurierungen

Besonders bei den „Alten Meistern“ trifft der Restaurator oft auf einen Zustand, der vom Original weit entfernt ist. Im Laufe der Jahrhunderte sind mehrere Restaurierungen über das Gemälde „hinweggerollt“ und das sieht man. Dank der technischen Entwicklung stehen heute andere Möglichkeiten zur Verfügung: elektrische Niederdrucktische und feine, chirurgische Nadeln, die es ermöglichen, auf eine ganzflächige Doublierung oder das Aufbringen von Leinwandflicken zu verzichten und dafür punktuelle Rissverklebungen durchzuführen.

Aber nicht nur Methoden und Materialien haben sich verbessert. Ein Umdenken hat stattgefunden: heute führen Spezialisten Restaurierungen ohne künstlerische Ambitionen durch. Das zeigt sich beim Thema „Retusche“. Heutige Retuschen beschränken sich streng auf die Fehlstelle; anders als im 19. Jahrhundert, wo es üblich war, beschädigte Bereiche großflächig zu übermalen.

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