Müller-Kaufmann: "Stilleben mit Ananas",
20. Jahrhundert, nach der Restaurierung

Klassische Moderne und die Kunst nach '45

Bei Gemälden des 20. Jahrhunderts bereitet das Auslassen von Firnis und traditioneller Grundierung regelmäßig Probleme. In der klassischen Moderne haben Künstler die Farbe gerne direkt auf die Leinwand aufgetragen. Besonders an Stellen, an denen die Leinwand als Gestaltungsmittel ohne Farbauftrag in die Komposition einbezogen wurde, sind restauratorische Maßnahmen äußerst kniffelig.

 

In der modernen Malerei fanden Materialien ihren Einsatz, die in der klassischen Malerei nicht vorkamen. Öfter aus der Not heraus: So wurden zu Kriegszeiten in Ermangelung professioneller Materialien alte Tischtücher als Leinwände verwendet. Auch Künstlerfarben waren damals oft von minderer Qualität. Die daraus resultierenden Schäden, etwa das Zerfallen der Leinwand oder das Abpudern der Malschicht, machen umfassende konservatorische Maßnahmen erforderlich.

Riss in nicht grundierter Leinwand

Direkt farblich passend gekittet

Wichtig: der Auftrag muss ebenfalls ganz dünn sein und der Glanz muss stimmen.

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