Firnisschichten

Mögliche Schäden:

Firnis schützt die Malerei vor mechanischen und atmosphärischen Einwirkungen. Dazu verleiht er den Farben mehr Sattheit und Tiefe. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde er aus Naturharzen hergestellt; rege Verwendung fand das Dammarharz von den Sundainseln im Indischen Ozean und das Mastixharz vom Pistazienstrauch. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Kunstharz- und Acrylfirnisse dazu.

Gemälde wurden im Laufe von Jahrhunderten oft neu gefirnisst, um ihren Oberflächenglanz wiederzugewinnen. Das Ergebnis sind Schichten unterschiedlichster Harze, die beinahe wie eine Glasscheibe auf dem Gemälde wirken und eine erhebliche ästhetische Einbuße darstellen. Ganz schlimm sind vergilbte oder getrübte Überzüge, die sich als graue, kaum durchsichtige Schichten darstellen und bis zu Versprödungen und Rissbildungen führen.

Restauratorische Maßnahmen:


Firnisentfernung

Die Firnisabnahme erfordert vom Restaurator ein hohes Maß an Erfahrung und eine kleinteilige Vorgehensweise. Die Farbschicht darf in keiner Weise beeinträchtigt werden.

Die Abnahme der Firnisschicht erfolgt mit Lösungsmitteln, die bei der Durchführung direkt auf die Malschicht einwirken können. Da die Malfarben je nach Bildbereich eine unterschiedliche Festigkeit bzw. Widerstandskraft gegen die Lösungsmittel haben, ist eine kleinteilige und äußerst vorsichtige Vorgehensweise geboten.

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