Malschicht

Mögliche Schäden:

Die Malschicht ist aus Farbmitteln und einem Bindemittel zusammengesetzt. Das Bindemittel verleiht den Pigmenten einen festen Halt und die gewünschte Optik. Je nach zugesetzter Menge erscheint der Farbauftrag mehr oder weniger glänzend. Bindemittel sind trocknende Öle, die auf lange Sicht brüchig werden. So entsteht irgendwann ein Netz von Alterssprüngen. Die Formen des Sprungnetzes variieren mit Bildtyp und Alter. Der Alterssprung ist ein untrennbarer Bestandteil von Gemälden und muss respektiert werden. Der Restaurator erneuert in diesem Fall nur den Firnis.

Minderwertige Malfarben oder maltechnische Experimente sind Ursachen für Schäden wie zum Beispiel Runzeln, Frühschwundrisse usw. Druckbeulen in der Leinwand können zum Abheben der Farbschicht führen.

Bei Holztafelgemälden kann eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit das Schrumpfen des Bildträgers und dadurch Blasenbildung der Malschicht verursachen.

Restauratorische Maßnahmen:

Komplexer Schaden mit Vorrestaurierung

Hat sich die Malschicht vom Untergrund gelockert, muss sie wieder solide mit dem Bildträger verklebt werden. Das Wiederbefestigen loser Malschichten erfolgt durch Einspritzen von flüssigem Leim in die hohlen Stellen. Ist die Malschicht vollständig abgeblättert, muss die Stelle mit einer Grundiermasse ausgekittet werden. Anschließend wird die Retusche ausgeführt.

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