Altes und Junges

vom 16. Jahrhundert bis heute: Ölfarbe, Schadensbilder, alte Socken

Der Aufbau eines Gemäldes folgte über die Jahrhunderte immer den gleichen Prinzipien: Vorleimung der Leinwand, Grundierung, Malschicht, Schlussfirnis. Auch die verwendeten Materialien waren über die Jahrhunderte immer gleich: natürliche Harze und Öle sowie Pigmente aus gereinigten Erden, Halbedelsteinen und organischen Substanzen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts setzten Künstler neu entwickelte, industrielle Bindemittel und Pigmente ein. Das Experimentieren mit unerprobten Mischungen führte leider auch zu Schadensbildern, zum Beispiel mit Frühschwundrissen und Borkenbildungen in der Malschicht.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Expressionisten die Leinwände oft nicht mehr grundiert und als unbemalte Flächen mit in die Komposition einbezogen. Die Oberfläche blieb ungefirnisst. Noch anspruchsvoller sind die restauratorischen Maßnahmen bei komplexen Materialkombinationen in der Kunst seit 1945. Man denke nur an die Einarbeitung alter Socken in den Gemälden von Robert Rauscheberg.

Kunst und Krempel

Museumsbesitz und Dachbodenfund

Familienportraits haben häufig lediglich einen ideellen Wert, gehören dafür aber zu den heiß Geliebten. Es kann sich aber auch um die wertvolle Arbeit eines überlieferten Künstlers handeln. Ob es um die Arbeit des berühmten Portraitisten Hyacinthe Rigaud oder um das von einem unbekannten Künstler ausgeführte Doppelportrait des Ehepaares Weiß um 1810 geht; beide Gemälde beanspruchen die gleiche Aufmerksamkeit und sorgfältige Behandlung.

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