Oberfläche

Im Laufe der Jahre lagert sich Hausstaub auf der Oberfläche von Gemälden ab.

Diese Ablagerungen sind Schmutz, der über die Luft oder direkte Berührung übertragen wird. Auf der so aufgerauten Oberfläche können Schmutzpartikel noch besser haften, so dass die Schmutzschicht immer dicker wird. Feuchtigkeit wird gebunden und es entsteht ein Nährboden für Mikroorganismen, die die Substanz des Gemäldes abbauen. Im Laufe der Zeit kann die Oberfläche deformiert und erweicht werden. Die Aufgabe des Restaurators besteht darin, den Oberflächenschmutz schonend zu entfernen, um größeren Schäden vorzubeugen.

Restauratorische Maßnahmen:

Die Zeiten der Reinigung mit Zwiebelsäften und Kartoffelscheiben ist vorbei!

Früher beliebte Hausmittel finden in der zeitgemäßen Restaurierungspraxis keine Anwendung mehr, da die Wirksamkeit gering ist und die Folgeschäden gravierend sein können. Für eine professionelle Reinigung stehen dem Restaurator heute effektivere und schonendere Verfahren zur Verfügung. Nach gründlichem Entstauben erfolgt eine Trockenreinigung mit weichen Radierschwämmen oder Radierpulver. Eine anschließende feuchte Reinigung mit Tensiden oder synthetischen Detergentien gehört unbedingt in die Hand eines erfahrenen Restaurators, die Gefahren für Firnis und Malschicht sind einfach zu groß. Wenn Feuchtigkeit durch das Sprungnetz in die Grundierung und in den textilen Bildträger gelangt, kann sie dort zum Aufquellen der Grundiermasse bei gleichzeitigem Schrumpfen des textilen Bildträgers führen. Der Effekt ist, das sich die Malschicht vom Bildträger löst, was den Ruin des Gemäldes bedeuten kann.

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